ILLW Weekend

vom 19. – 26.08.2021 –  ILLW DE0072 Kamp-Karnin Oberfeuer


Ein großartiges ILLW Wochenende in Kamp am Stettiner Haff

Mittwoch um 14 Uhr rollten wir mit unserem Gespann nach einer Strecke von fast 1000km wieder zuhause ein. 

Schauen wir zurück auf die letzten Tage, wo wir waren. 
Die Wochen, wenn nicht sogar Monate, zuvor wurde geplant und überlegt was wir mitnehmen, denn es war ja kein „normaler“ Urlaub geplant. Wir nehmen das erste Mal an dem ILLW, internationale Lighthouse /Lightship Weekend, teil.
Dieses findet einmal im Jahr mitten im August statt. Dabei werden viele Leuchttürme und Feuerschiffe von Funkamateuren belegt. Oder befinden sich in unmittelbarer Nähe und funken von dort in die ganze Welt. Der ILLW ist kein Wettbewerb, sondern soll einfach nur Spaß machen. 

Am 17.8 war es soweit der Wohnwagen und das Auto waren gepackt, was gar nicht so einfach war, wie es sich anhört. Die Unmengen an Kabel , Antennen , Stecker und Funkgeräte und natürlich auch Kleider und Lebensmittel hatten ihr Gewicht, bei dem es drauf zu achten gab, denn der Wohnwagen hat ein Gesamtgewicht von 2,5 t und darf nicht überschritten werden. Einmal weil es einfach gefährlich ist und auch bei einer Kontrolle Geld kostet und auch Probleme bei der Weiterfahrt mit sich bringt. So wurde alles genau abgewogen und entschieden, was ins Auto ( das darf ja 1000 kg laden )  oder Wohnwagen kommt. Nachdem diese Hürde geschafft war, ging es endlich los. Jana, Zoé, ich und Lucky unser Hund gingen auf Reise. 
Geplant war die Anreise in zwei Tagen zu schaffen. In Leipzig wurde auf einem Campingplatz übernachtet und am nächsten Morgen weitergefahren. 
Gegen Mittag 16 Uhr waren wir dann an unserem Ziel angekommen. 
 
Kamp, ein winziges Fischerdorf am Stettiner Haff, ist ein malerischer Ort.
 
Zwei von den restlichen Teilnehmer, Christian und Steffen, waren schon vor Ort und hatten ihre Zelte bereits aufgebaut. Sie begrüßten uns herzlich und halfen uns beim Aufstellen des Wohnwagens und Aufbau des Zeltes. So nach und nach füllte sich das Zelt mit Küchenutensilien, wie Herd, Backofen, Kaffeemaschine und noch vieles mehr.
  
Unser Zelt wurde zum Mittelpunkt des ganzen Geschehens. Darin wurde für die ganze Mannschaft gekocht und auch zusammen gegessen. 
Auch hatte ich meine Ecke, in der ich meine Funkgeräte aufbaute und von dort auch Funkbetrieb in die ganze Welt machte.  
Es wurden zusammen jede Menge Antennen aufgebaut, für fast alle Bänder. Ich hatte eine HyEndFed für Kurzwelle aufgebaut und auf diesem Mast auch noch eine X50 für 2m /70cm darüber montiert. Zusätzlich noch einen Mast, den ich von Steffen geliehen bekommen hatte, eine Doppel Quad für 2m, die ich noch nie getestet hatte. 
Weitere Antennen bauten die anderen noch auf, sowie einen riesiger Mast mit einer Höhe von 15m, 6m Rotarier Dipol, eine Delta Loop für 80m. Auch wurde eine experimentelle Antenne, für die Christian extra eine Spule mit seinem 3d-Drucker erstellt hatte, aufgebaut. Diese wurde mit einer Stipproute und einen 5m Draht nach oben befestigt. Mit zwei Radiale am Boden brachte erst ernüchternde Werte auf dem Messgerät, doch im Betrieb zeigte sich, dass sie prima funktionierte und Verbindungen nach Übersee ermöglichte. 

Leider waren die Bedingungen in den Tagen zum Funken nicht so toll, aber ich konnte neben ca 20 Verbindungen auf 2m mit der Doppel Quad nach Dänemark, Spanien, Polen und auch im Inland bis zum anderen Ende von Deutschland arbeiten, auf Kurzwelle lief es im SSB Betrieb leider auch nicht so gut. Aber in FT8 konnte ich fast 600 mal DL3CR/LH in die Luft bekommen und bestätigen.
Also doch ein toller Erfolg.   

Der Zusammenhalt der Mannschaft war einfach nur toll. Mir kann es vor wie eine große Familie, die sich prima versteht. Hier nochmal ein dickes Lob an alle Teilnehmer. 

Morgens um 5 Uhr kam unser Hund Lucky erst mal ins Spiel, mit dem lief ich eine große Runde, die meistens 1 Stunde bis zu 1,5 h dauerte. Hier konnte ich auch herrliche Bilder von der Gegend im Sonnenaufgang machen. Nach dem Spaziergang wurde gemeinsam gefrühstückt danach wurde gefunkt, jeder tat das zu was er Lust hatte. 
Wir waren auch bei der Schiffstaufe der neuen Fähre dabei die Zwischen Kamp und Karnin die Fußgänger und Radfahrer transportieren wird. 
    

In allen waren es Herliche Tage, die wir erlebt haben und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.  

73  & 33 de DL3CR YL Christiane OVV Q17

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